Da mein Mann seit dem 1.September 14 einen ehrenamtlichen Einsatz in Mendoza/Argentinien durchführte, folgte ich ihm am 20.Oktober.
Die Flugkapitäne der Lufthansa hatten einen Warnstreik (den 3. dieses Jahr) für Montag angekündigt.
Glücklicherweise betraf es nicht meinen Flug von Münster/Osnabrück nach Frankfurt. Der ging pünktlich!
In Frankfurt angekommen, fand ich den Airport so leer wie noch nie. Die Warnungen vor dem Streik hatten gefruchtet und viele Passagiere waren ausgewichen und hatten umgebucht. Ich hatte 3 Stunden Wartezeit und kam dabei mit einer älteren Dame ins Gespräch, die mir erzählte, dass sie eine Ur-Enkelin des argentinischen Entdeckers Perito Moreno (der gleichnamige Gletscher war eins unserer Ziele) sei und zeigte mit auch in ihrem Pass ihren Geburtsnamen Moreno. Sie empfahl ausserdem als Besuchsziel den Wohnort ihre Uropas - Bariloche.
Unser Programm war aber so voll, dass wir es nicht mit einschieben konnten, denn mal eben irgendwo so hin, geht nicht, da die Entfernungen doch riesig sind. Man kann entweder fliegen, was uns viel Wartezeit auf Flughäfen eingebracht hat oder mit Bussen, die auch selten pünktlich sein sollen oder mit einem Leihwagen unterwegs sein, da die Eisenbahn kaum Strecken befährt.
Mein Flug wurde von TAM (brasilianische Airline) durchgeführt und brachte mich zuerst nach Sao Paulo, wo es kräftig regnete.
Den Direktflug nach Mendoza hatten wir nicht gebucht, da man in Buenos Aires auf eigene Kosten und Risiko vom Internationalen zum Nationalen Flughafen wechseln muss. Im Internet hatte ich mehrere Erfahrungsberichte gelesen, die mich abschreckten, deshalb lieber ein Umweg.
In Sao Paulo machte ich dann die ersten Erfahrungen mit der "Sprachfaulheit" der Südamerikaner. Erstens war um die frühe Morgenstunde kein Schalter besetzt und zweitens sprach niemand Englisch.
Ohne die Hilfe einer jungen Deutsch Argentinierin wäre die Suche nach meinem Gate problematisch gewesen - man hatte das Gate geändert. Irgendwie klappte dann aber alles und wir flogen über die Anden mit einem wunderbaren Blick auf den Acaoncagua, da es noch einen Zwischenstopp in Chile gab, bevor ich endgültig in Mendoza landen konnte.
In Deutschland hatte ich bei der Reiseagentur "Reallatino"Rundreise_argentinien_rundreise.htm
eine 2wöchige Reise mit Übernachtung,Frühstück,Transfers und Führungen gebucht.
Insgesamt war die Reise gut, allerdings würde ich empfehlen, die 2. Variante für Unterkunft und Frühstück zu wählen, da einige der Hotels weit außerhalb lagen und das Frühstück sehr einfach war. Wir hatten den Vergleich, da wir 2mal in der besseren Kategorie untergebracht waren.
Die Reise führte über Buenos Aires zu den Wassserfällen von Iguazu mit Besuch sowohl der argentinischen als auch der brasilianischen Seite, zum Gletscher Perito Moreno , ans Ende der Welt nach Ushuaia und zurück nach Buenos Aires.
Ich hatte den Aufenthalt in Calafate um einen Tag zugunsten von Buenos Aires gekürzt und wir hätten das auch mit Ushuaia machen sollen. Beide Orte sind etwas für Naturliebhaber und Wanderfreunde und uns hätte ein Tag weniger in Ushuaia auch gereicht.
In Argentinien war Frühling und mit dem Wetter hatten wir großes Glück. In Mendoza war es zwar schon um die 30 Grad am Tag, in Buenos Aires hatte es am Tag vor unserer Ankunft ein Extremgewitter mit Klick -schwerem-unwetter-ueber-buenos-aires/
gegeben, das unseren Hinflug verzögerte und uns auch am 1.Tag Regen bescherte, aber danach hatten wir an allen Orten hervorragendes Wetter ! Und auch die letzten Tage in Mendoza waren ausgesprochen schön und angenehm.
Einzelne Berichte folgen.

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