Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Mittwoch, 8. April 2015

Argentinien 13 - Ushuaia - Nationalpark

Bei unserer Ankunft hatten wir gleich zusätzlich zum Ausflug in den Nationalpark für mich die Fahrt mit dem ehemaligen Sträflingszug durch einen Teil des Parks gebucht.
Wieder erfuhren wir dabei die doch recht kümmerlichen Sprachkenntnisse der Angestellten. Obwohl und der Angestellte versicherte, im Preis wäre alles enthalten, mussten wir am nächsten Tag im Bus noch den Eintritt in den Nationalpark bezahlen. Das war in El Calafate inbegriffen.
Um 8 Uhr wurden wir abgeholt, wieder bei erstaunliche schönem Wetter und fuhren 5 weitere Hotels an. Bis auf zwei Belgier waren alle anderen spanisch sprechende Touris, aber die Guide sprach gutes Englisch und übersetzte auch immer sehr zügig.

Zuerst ging es über die Nationalstrasse 3 in den Nationalpark an die Haltestelle des Zuges.

 Dort ist man gut auf internationale Touristen vorbereitet. Man wird nach seiner Nationalität gefragt und bekommt in der eigenen Sprache eine kleine Broschüre ausgehändigt. Die Fahrt selber wurde auf Spanisch und Englisch erläutert.

Zug 


Alle Einzelheiten kann man sehr gut unter dem oben genannten Link nachlesen.
Nur soviel - es handelt sich um eine Schmalspurbahn und man sitzt in sehr kleinen Abteilen zu höchstens 3 Personen nebeneinander, kann sich auch während der Fahrt nicht im Abteil bewegen. Da die Fahrt aber nicht länger als 30 Minuten dauert, ist das kein Problem.






Die Streckenarbeiter sind in den alten Uniformen der Wachen gekleidet.


 Der Fluss Pipo, der seinen Namen nach dem einzigen Flüchtling bekommen hat, der nie nach seinem Ausbruch gefunden/gefaßt wurde.
 Die Höhe der Baumstümpfe gibt Auskunft, ob sie im Sommer (kurz) oder im Winter im Schnee gefällt worden sind.
Da das Klima so kalt ist, gibt es kaum Mikroorganismen, die den Zersetzungsprozess einleiten und so stehen die Stümpfe ohne zu Verrotten - interessant!
Allerdings habe ich auch keine Zeichen von Aufforstung gesehen. Auch das wird vermutlich "Ewigkeiten" dauern in diesem Klima .http://de.wikipedia.org/wiki/Feuerland

 Unsere Fahrt wurde hier für 15 Minuten unterbrochen und man konnte zu einem kleinen Wasserfall hinaufklettern und sich auf einer Ebene Interessantes zu den indianischen Ureinwohnern ansehen.



 Die Landschaft wurde bei der Weiterfahrt mooriger, etwas später nahm dann der Waldbestand zu. An den vielen Flechten auf der Rinde kann der Fachmann die gute Luftqualität erkennen.








Einige Teilnehmer machten die Zugfahrt nicht mit ,fuhren mit der Guide weiter und stoppten stattdessen am Briefkasten und dem kleinsten Postamt am Ende der Welt. Auch hier konnte man besondere Stempel bekommen.
Am Endhaltepunkt der Zugstrecke wurden wir dann wieder vereint.


 Gemeinsam fuhren wir weiter durch den Park und  hielten zweimal für 2 kurze Wanderungen.
Dabei hörten wir noch viele Einzelheiten zu Fauna und Flora, z.b dass es im Park eigentlich nur 3 Baumarten gibt, die das raue Klima ertragen können.

Der Höhepunkt war aber das Erreichen ders Endpunktes der Route National 3, die der Endpunkt der berühmten PanAmericana ist, die im Norden in Alaska/USA beginnt, durch ganz Nord- und Mittelamerika führt und schließlich hier auf Feuerland endet.



http://www.panamericanatour.de/images/wohnmobil_reisen/landkarten/panamericana_wohnmobil_tour_route.jpg
 Das Schild hatte ich mehr etwas spektakulärer vorgestellt, aber das Wetter entschädigte uns für alles. Unsere Guide Macarena wiederholte mehrfach, dass sie eine solch lang anhaltende Schönwetterperiode seit langem nicht gehabt hatten.



 Ein großer Fehler war es, Biber im Nationalpark anzusiedeln. Die Zerstörungen durch die Dämme sind riesig und man kann auch Biberburgen sehen, wenn man zu Fuß durch den Park wandert.

Am Ende unserer Tour stand noch ein Besuch in einem kleinen Cafe, wo ich diesen Übersichtsplan fand.
Gegen 13:30 Uhr waren wir zurück im Hotel, genehmigten uns eine kleine Siesta und ich besuchte dann das Museum Presidio, das uns ja von dem Ami empfohlen worden war.



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