Ich mag diese Stadt und bin immer wieder gerne hier.
Dieses Mal hatte ich Besuch aus Süddeutschland und da es von uns bis Amsterdam ca. 300 km sind, lässt sich das mit Auto oder Zug als Tagesausflug machen.
Im Vorfeld hatte ich schon den Park+Ride Service herausgesucht und wir haben uns für Zeeburg entschieden, das von der A1 leicht zu erreichen und relativ gut ausgesschildert ist.
Leider waren wir für Zeeburg 1 zu spät - alles voll, also wechselten wir auf die andere Strassenseite zu 2 und bekamen gleich einen Schock, da der Platz in vielen Buchten mit Glasscherben übersät war! Was bedeutet das? Anscheinend nichts Gutes, aber wir hatten Glück, es passierte an diesem Tag nichts ! Unser P+R Schalter war auf Platz 1 und von da fuhr auch die Strassenbahn zum Hauptbahnhof - 4 Stationen, also gar nicht weit.
Die Parkgebühr beträgt 8 € für den ganzen Tag und beinhaltet das Ticket für Hin- und Rückfahrt. Aber man sollte beachten, dass man es auch beim Aussteigen entwerten muss. Der Schaffner weist darauf hin.
In der Information nahmen wir zu unseren eigenen Plänen von zu Hause noch einen kleinen Stadtplan
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| Amsterdam Sightseeing with Gray Line (Prospekt von mir gescannt) |
Die Schlange dort war erwartungsgemäss sehr lang und wir verzichten auf den Besuch.
Wenn man sich online ein Ticket kauft, kann man die Wartezeiten vermeiden !)
Auf dem Weg dorthin hatten wir schon sehr schön das Carillon auf der Westerkerk hören können. Wenn ich nicht letzten Dezember so etwas gehört und mich darüber informiert hätte, hätte ich mich nur über die 30 Minuten Glockenspiel mit Volksweisen gewundert. So wußte ich Bescheid und wir hörten beim Laufen zu. http://de.wikipedia.org/wiki/Carillon
Im Inneren wurde für ein Konzert umgebaut und die Turmbesteigung sah mir etwas gefährlich aus, da das letzte Stück über kleinere Leitern bestiegen werden muss.
Also gingen wir weiter zum Dam mit Königspalast , der Nieuwe Kerk und dem Nationaldenkmal .
Als ich 1967 mit meinem Bruder hier war, trafen sich hier alle Hippies und Nationalitäten.
Nach einem leckeren chinesischen Essen mit Vorsuppe, Frühlingsrolle und Hauptgericht für unter 10€ ging es weiter zur Anlegestelle der Reederei Kooij, die wohl die meisten Grachtenfahrten von unterschiedlichen Standorten anbietet. Die Dauer einer solchen Tour ist immer 1 Stunde und im Gegensatz zu früher zeigt heute der Kapitän (erinnerte mich sehr an eine Stewardess, die die Fluchtwege im Flugzeug zeigt ;-) ) nur noch auf die Gebäude und der Text kommt vom Tonband. Alles sehr professionell, aber gut.
Nun weiß ich, dass ich diese Tour problemlos auch wieder im Juni mit unseren Besuchern aus Philadelphia machen werde.
Die Fahrt geht durch die berühmten Grachten an allen Sehenswürdigkeiten vorbei, führt hinter dem Hauptbahnhof wieder zurück in die Heerengracht und entlässt uns dann nach reichlich Sonnenschein durstig wieder an der Anlegestelle.
Im Internet und meinem alten Guidebook hatten wir vom ehemals schwimmenden Blumenmarkt und dem Aussichtscafe am Kaufhaus Metz&Co. gelesen und wollten dort einen Cafe mit der beühmten Aussicht geniessen.
Leider ist das Kaufhaus verkauft und das Cafe geschlossen, aber den Blumenmarkt gibt es noch, wenn er auch nicht mehr schwimmt. Das Angebot war riesig - Blumenknollen, Sämereien ( auch für Cannabis!),Zubehör und Schnittblumen. Wegen der schon vorgeschrittenen Zeit gingen wir nicht mehr zum Reichsmuseum, das vor ca. einem Monat noch von Königin Beatrix nach Renovierung wiedereröffnet wurde, sondern marschierten stramm zur Mageren Brug, http://de.wikipedia.org/wiki/Magere_Brug .
Schnell noch eine Karte an mein Kind verschickt und dann geht es vom Hauptbahnhof zurück zum P+R, bezahlen und Gottseidank ist das Auto intakt.
Nach 3 Stunden mit etwas stockendem Verkehr auf der holländischen Seite sind wir nach einem heißen Tag zurück zu Hause.



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