Ich war in einer Glasfabrik, der Krankenhausküche in Schöningen, habe Nachhilfe gegeben, Altkleider in einer Sammelhalle sortiert und mit dem Volkshochschulorchester bei kleinen Veranstaltungen oder Beerdigungen mitgewirkt.
1965 aber fuhr ich in den Sommerferien für 3 Wochen mit einer älteren Freundin nach Weinheim an der Bergstrasse in ein Internationales Jugendlager.
Klick - diese Organisation führt auch heute noch Freiwilligendienste und Jugendlager durch.
Das war eine Kombination von ehrenamtlicher Arbeit im gärtnerischen Bereich - wir pflegten und säuberten internationale Kriegsgräber auf dem Friedhof und arbeiteten mit Hacke und Schaufel, um einen Abhang für eine neue Bestimmung vorzubereiten.
Gleichzeitig aber dienten diese 3 Wochen dem Kennenlernen junger Menschen und ausländischer Kulturen.
Wir waren eine Gemeinschaft aus Deutschen,Niederländern, Briten,Franzosen und Dänen und mit Englisch und viel Lachen verstanden wir uns immer.
Untergebracht waren wir in einer Schule . Wir wurden durch die Werksküche der Firma Freudenberg verpflegt, kochten aber abends auch mal ein Nationalgericht - mit leichtem Schaudern probierte ich zum ersten Mal Schnecken, die unser Franzose sich extra von zu Hause hatte schicken lassen.
Auch gefüllte Paprika war etwas Exotisches, das mir aber schmeckte.
Ausflüge, ein Operettenabend im Theater, ein Besuch der "Kermes", ein Kinoabend und ein Empfang im Rathaus rundeten das Programm ab.
Wir reisten mit der Bundesbahn - die Rückfahrkarte kostete 60 DM.
Diese 3 Wochen haben bei mir das Interesse an fremden Ländern und Kulturen geweckt und mit einigen Teilnehmern habe ich auch noch einige Zeit Kontakt gehalten.
An den Wochenenden besuchten wir Heidelberg und Worms, in der Woche konnten wir die Nudelfabrik 3 Glocken besichtigen.






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Vielen Dank für positive Rückmeldungen oder freundlich gemeinte Kritik !