In der 11. Klasse gingen wir auf Fahrt nach Süd/Westdeutschland, natürlich wieder die Anreise mit der Bundesbahn.
Sie machte damals für kleinere Gruppen günstige Angebote.
Für unsere Ausflüge vor Ort mietete man dann einen lokalen Bus.
Unser Ziel war das Rhein-MainGebiet und eine günstige Herberge war die Jugendherberge in Diez/Lahn.
Das Zentrum von Diez liegt vier Kilometer südwestlich von Limburg an der Lahn und 31 Kilometer östlich von Koblenz. Die Stadt Limburg (Hessen) schließt sich nahtlos an Diez an. Die Landschaft um Diez gehört zum Rheinischen Schiefergebirge.
Wir waren in der Jugendherberge Diez/Lahn, einer alten Burg untergebracht. An die Zimmer erinnere ich mich mit Schrecken - sie waren klein,eng und sehr kalt- eben ein altes Schloss. Die Lage war zentral, aber der Standard eben 60er Jahre. Bis auf die Kälte in den Zimmern hat uns das damals aber nicht gestört.
Ich war etwas weniger begeistert, da mangels einer Lehrkraft als Begleitung meine Mutter für die Mädchen mitfuhr, da sie alle kannte und Zeit hatte.
Wir verstanden uns zwar gut, aber man fühlt sich doch etwas beobachtet und nicht so ungezwungen.
Unsere Ausflüge führten uns zum Schloss Oranienstein in Diez,
wir machten eine Dampferfahrt auf dem Rheinv von Koblenz nach Rüdesheim - vorbei am Loreleifelsen, der Pfalz bei Kaub und dem Niederwalddenkmal in Rüdesheim. Dort besuchten wir auch die Drosselgasse, jeder konnte ein kleines Schnapsglas Wein probieren und viele von uns nahmen das Probierglas auch verbotenerweise als Andenken mit .;-)
Am nächsten Tag fuhren wir nach Frankfurt, besichtigten den Römer, Goethes Geburtshaus und anschließend den damals noch sehr kleinen und im Betrieb gemächlichen Flughafen.
Von der Besuchertribüne aus beobachteten wir die Starts und Landungen.
Niemand von uns war damals schon selber geflogen, was sich dann aber bei fast allen sehr schnell geändert hat.
Abends bleiben wir meist in der Herberge, da man ja sowieso pünktlich um 22 Uhr da sein musste. Ein Mitschülerin hatte ihre Gitarre dabei und so saßen wir bei alkoholfreien ! Getränken im Burghof, redeten und sangen. Nachts wurde etwas auf den Fluren gegeistert, aber rückblickend muss ich schon feststellen, dass wir alle damals wirklich nur harmlose Spässe und Albereien machten, so dass für uns alle diese Fahrt sehr harmonisch verlief und unser Assessor auch für das nächste Schuljahr eine Fahrt plante.
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