Zum Zeitpunkt meiner Reise dorthin war der Frühling voll eingekehrt und die Temperaturen lagen im Durchschnitt bei 30 Grad Celsius. Das war auch dort etwas ungewöhnlich, wie man uns beim Asado, dem argentinischen Grillen, erzählte. Statt wie sonst erst Anfang Dezember war der Swimmingpool schon im Oktober gefüllt und das Wasser auch schon auf natürliche Weise warm genug zum Baden.
Mendoza ist in Argentinien bekannt für den Wein, der hier im milden Klima sehr gut wächst. Alle Agenturen bieten Touren zu den verschiedenen Weingütern und Olivenbauern an.
Durch unsere privaten Beziehungen konnten wir aber das Weingut Weinert http://www.bodegaweinert.com/ in Luján de Cujo in einer Privatführung besuchen und auch Kostproben genießen.
Der Geschäftsführer stammt aus Bern und ist mit einer Schwester des Unternehmers verheiratet, bei dem mein Mann gearbeitet hat.
| Jeden Tag gibt es 2 Führungen, wir waren aber eine kleine Gruppe von 6 Personen und bekamen die Erklärungen auf spanisch und schwyzerdeutsch. |
| Der beliebteste Wein ist ein Malbec, der auch mit Merlot gemischt wird. Beides SEHR lecker ! |
| Weinert hat sich auf hochwertige Rotweine spezialisiert, besitzt keine eigenen Weinberge, sondern kauft die Reben nach Bedarf. |
Mendoza ist die Hauptstadt der gleichnamigen argentinischen Provinz, die mitsamt ihren Vororten etwa 1,1 Millionen Einwohner hat. Nach dem großen Erdbeben von 1861, bei dem fast das ganze Stadtgebiet zerstört wurde, hat man den Ortskern an etwas anderer Stelle wieder aufgebaut.
Dabei wurde viel Wert gelegt auf Natur. Um den großen Platz "Independencia" liegen 4 weitere Plätze und entlang der Strassen hat man die alten Bewässerungsgräben erhalten und nutzt sie auch heute noch für die Bewässerung der Strassenbäume. Insgesamt ist Mendoza trotz des eher trockenen Klimas eine sehr grüne Stadt.Im Westen liegt der große Park "San Martin ".
Wir gingen jeden Tag am späten Nachmittag ins Zentrum zum Plaza Independencia, hörten den Strassenmusikern zu, flanierten an den zahlreichen Geschäften vorbei und wunderten uns über die relativ hohen Preise. Das Durchschnittseinkommen der Argentinier ist nicht so hoch wie die Preise vermuten lassen.


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