Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Sonntag, 1. März 2015

Argentinien 8 - Buenos Aires auf eigene Faust

Nach unserer Rückkehr von der Rundreise hatten wir noch einmal 2 Tage für uns in Buenos Aires.
Dieses Mal hatten wir ein Hotel in der besseren Kategorie B bekommen und das hat sich gelohnt.
Zwar war das Hotel Claridge schon etwas älter, aber renoviert, zentral gelegen und mit einem Spitzen-Frühstücksbuffet. http://www.reallatino-tours.com/hotels/hotels_argentinien_buenos_aires.htm#hotel_claridge

Ursprünglich hatten wir vor, wie auch von Reallatino vorgeschlagen , mit dem Schnellboot über den Rio La Plata nach Colonia in Uruguay zu fahren.
(Wer ein paar Tage in Buenos Aires verweilt, sollte unbedingt auch einen Tag in Colonia del Sacramento (Uruguay) verbringen. Und weil dieser Ausflug nur dann richtig schön ist, wenn man ihn individuell macht, bieten wir hierfür nur die Fährtickets an. Unsere Reiseteilnehmer erhalten zudem mit den Reiseunterlagen alle Informationen hinsichtlich Fähre und Grenzüberschreitung, einen Stadtplan von Colonia und haben dann Zeit. Colonia ist ein kleines ruhiges Städtchen mit historischem Stadtkern (UNESCO Weltkulturerbe) im portugiesischen Kolonialstil. Die Stadt wurde 1680 gegründet und war zwischen den spanischen und portugiesischen Kolonialmächten aufgrund ihrer Lage heiß umkämpft.)
Allerdings war es uns schon zu Beginn nicht gelungen, ein Ticket zu bekommen und nun erging es uns genauso.
Meine Empfehlung lautet daher, diesen Ausflug auf jeden Fall länger im voraus zu planen und zu buchen, da es nicht so viele Plätze auf den beiden Schiffslinien gibt.
Stattdessen studierten wir unseren Stadtplan und gingen zuerst noch einmal  zum Präsidentenpalast. Der ist Sonntags für das Publikum bei freiem Eintritt geöffnet.
Bei schönstem Wetter stand ich zuerst draussen ca. 30 Minuten in der Schlange, um dann drinnen festzustellen, dass ich mich nur im Erdgeschoss frei umsehen konnte. Die Besichtigung der oberen Etagen ist nur mit einer Führung erlaubt. Auf die nächste Führung in englisch hätte ich 40 Minuten warten müssen. Die Führung sollte dann noch einmal 45 Minuten dauern.
Obwohl schon das Erdgeschoss eher nach Palast als nach Päsidentensitz aussah, wollte ich so viel Zeit nicht aufwenden und sah mich alleine unten um.
Neben Portraits und Büsten vieler Freiheitskämpfer gab es einen schönen Innenhof und Nischen und Aufgänge.
Der Präsidentensitz von der Rückseite

General San Martin wird in ganz Argentinien vereehrt und bewacht.



Anschließend liefen wir die Avenida de Mayo von der Casa Rosada bis zur Plaza del Congreso.Vor dem Platz steht eine Nachbildung der Skulptur "Der Denker" von Rodin.
Ob das wohl eine tiefere Bedeutung hat ?


Bis 2013 wurde von diesem Stein aus die Entfernungen des  Strassenkilometernetzes  bestimmt.

Nach einer längeren Siesta liefen wir über den Plaza San Martin mit dem riesigen Standbild des Generals zum Friedhof Recoleta.

Vor der Kirche "Nuestra Senora del Pilar" gibt es sonntags einen Kunstmarkt und Live Musik.
Der Friedhof selber ist frei zugänglich. Erdbestattungen sind in Argentinien selten und nur für 5 Jahre, so dass die meisten Toten in Reihen mit prächtigen Mausoleen unterschiedlichster Architektur bestattet wurden, die eins gemeinsam haben: Sie sollten lange vom irdischen Ruhm und Reichtum der Verstorbenen künden.Viele Mausoleen sind dem Verfall preisgegeben, da die Familien ausgestorben sind und die Stadt nicht alle pflegen kann.
Die meisten Touristen werden von ihren Guides direkt zum Mausoleum der Familie Duarte geführt, wo auch Evita Peron http://de.wikipedia.org/wiki/Eva_Per%C3%B3n
begraben ist.
Auf dem Weg dorthin kommt man auch an Gruften vorbei, in denen man die Särge in mehr oder weniger verfallenem Zustand betrachten kann - etwas morbid.



Schön dagegen die Grabstätte einer jungen Frau, die auf ihrer Hochzeitsreise in der Schweiz von einer Lawine verschüttet wurde und verstarb. Ihrem Denkmal hat man später den von ihr sehr geliebten Hund bei
gestellt.

Nach einem weiteren Bummel durch die Flaniermeilen schlossen wir Buenos Aires mit einem leckeren Abendessen ab. Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich um 6:30 Uhr, leider ohne das leckere Frühstück, sondern nur mit Lunch Paket, abgeholt und flogen diesmal pünktlich zurück nach Mendoza.


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