Wiesmoor mit der Blumenhalle und dem Schulmuseum und Wittmund.
Den Tag beschlossen wir immer mit einem Spaziergang ans Meer.
Doch der Reihe nach.
Im Entdecker Card Büchlein hatte ich den Hinweis auf das Schulmuseum Zetel gefunden. Es lag auf dem Weg nach Wiesmoor und war somit ein netter Zwischenaufenthalt.
Schon am Eingang werden Erinnerungen wach, denn die alte Sütterlinschrift hat meine Mutter zuerst in der Schule gelernt.
Mir ist sie von den Großeltern und aus dem Schönschreibunterricht am Gymnasium bekannt. Ich kann sie auch heute noch lesen und etwas mühsamer, auch schreiben.
Auch im Inneren werden Erinnerungen wach - die Sitzbänke, Ranzen, die kleine Tafel zum Schreibenlernen, das in die Bank eingelassene Tintenfass. Und natürlich auch die "Größe" des Zimmers mit der Anzahl der Bänke und Schüler.
Aber gelernt haben wir auch, anders zwar als heute, aber eine gute Basis.
Ich wurde am 1.April 1954 eingeschult, konnte schon lesen, aber Rechnen bereitete mir immer Schwierigkeiten und sei es nur die geforderte geschwindigkeit, in der eine Aufgabe gelöst werden sollte. Aber ich bin erkennbar gerne zur Schule gegangen !
Gleich in der Nachbarschaft gab es das Torf- und Siedlungsmuseum mit einem großen Aussengelände.
Hier wird die Zeit der Moorkolonisation ab 1780 bis zur Urbarmachung des
10.000 ha großen Wiesmoores ab 1906 nacherlebbar gemacht. Eine
Museumsbahn fährt den Besucher auf umgebauten Torfloren durch den
Landschaftspark zum Museumsdorf, das aus zwei Kolonistenhäusern, einer
Schmiede, einer Schule von 1913, einem historischen Trauzimmer, einer
Scheune, einer Remise und einem Backhaus besteht. Im Backhaus wird an
jedem ersten Sonntag im Monat Kolonistenbrot gebacken. Gezeigt werden
außerdem Großgeräte zum Torfabbau, eine Gattersäge und zwei Fehnschiffe.
Auch in diesem Bezirk Ostfrieslands wurde über Jahrhunderte Torf abgebaut, oft die einzige Erwerbsquelle der armen Bevölkerung. Inzwischen sind die Moor fast alle trockengelegt unn/oder unter Naturschutz gestellt. Für die Gärtner gibt es inzwischen andere Möglichkeiten, ihre Gartenerde zu verbessern und auch als Brennstoff ist Torf nicht mehr nötig.
Die „ideale“ Fehnsiedlung besteht, in den Niederlanden wie in
Deutschland, aus einem oder mehreren ins Moor getriebenen, ursprünglich
schiffbaren Kanälen, an denen die Siedlerhäuser wie an einer Perlenschnur aufgereiht sind. Der Fehnkanal, die Hauptwieke, diente zunächst zur Entwässerung des Moores, zum Abtransport des Torfes
mit getreidelten Schiffen und zur Anfuhr von Baumaterial, Dünger usw.
Von der Hauptwieke aus wurden häufig noch Seiten- und Nebenkanäle, die
In- und Achterwieken, angelegt. Beiderseits der Kanäle errichteten die
Siedler ihre einfachen, einheitlich gebauten Häuser. (Wikipedia 14.2.2016)
Und weiter nach Wittmund. http://www.wittmund.de/















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