Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Sonntag, 10. Juli 2016

Nordkapreise Teil 2 - Stockholm

Montag, 30. Mai 2016, Jönköping – Stockholm – Fähre MS Galaxy

Wie nicht anders zu erwarten, sind wir auf dieser 12 tägigen Reise SEHR viel Bus gefahren.
Das hat mich nicht erschüttert, denn darauf war ich vorbereitet.
Ausserdem hatten wir Glück mit dem Bus, es war ein 4**** Bus, obwohl der Reiseunternehmer nur 3 Sterne vorgibt. Es war also ausreichend Platz. Selbstverständlich machten wir die vorgeschriebenen Pausen und so konnte man sich entspannen. Darüberhinaus hatten wir ja im Programm
3 Stadtbesichtigungen und 7 mal Fährüberfahrten.

1. Fähre:    Puttgarden ─ Rødby
    Scandlines:        M/S Deutschland
    Fahrplan:        ab Puttgarden 8:45 Uhr,   an Rødby 9:30 Uhr
    Reisedauer:    45 Min  für  21 km
     1997 gebaut, Van der Giessen-de Noord Holland, Baunummer 970
    Länge 142,00 m,  Breite 24,80 m,  Tiefgang 5,80 m,  BRZ 15.187
    max. 20 kn
                     max. 1040 Paxe,   Crew  53
    118 m Gleis für einen kompletten Intercity-Zug
    2.372 m Autospur für max. 40 Lkw und max. 110 Pkw


2. Fähre:    Helsingør ─ Helsingborg
    Scandlines:        M/S Tycho Brahe
    Fahrplan:        ab Helsingør 15:40 Uhr,  an Helsingborg 16:00 Uhr
    Reisedauer:    20 Min  für 8 km
     1991 gebaut, Tangen Verft A/S Norwegen, Baunummer 156
    Länge 110,20 m,  Breite 28,20 m,  Tiefgang 5,50 m,  BRZ 10.845
    max.14,5 kn
    max. 1250 Paxe
    0 m Gleis, kein Zug
    1.691 m  Autospur für max. 36 Lkw  und max. 240 Pkw



Entfernungen:        HH – Jönköping            636 km   Bus
            Puttgarden-Rødby             21 km  Fähre M/S Deutschland
            Helsingør-Helsingborg                     8 km  Fähre M/S Tycho Brahe

Strecke:    Hamburg-Billstedt – A1 – Vogelfluglinie – Puttgarden – Fähre Rødby – E47 – Kopenhagen mit Stadtrundfahrt – Helsingør – Fähre Helsingborg – E4 - Jönköping
    Hotel:    Grand Hotel

Unser Hotel in Jönköping lag sehr zentral, war etwas älter mit nur einem Fahrstuhl, was uns am Abend sehr viel Verdruß mit den Koffern und Gästen bescherte, war aber sauber und gepflegt.

Am Morgen hatten wir noch Zeit für einen kleinen Rundgang auf dem Marktplatz, zum Vätternsee und  der Christinenkirche ,einem evangelischen, relativ schlichten Gotteshaus.


Jönköping  ist eine Stadt im Nordwesten der historischen schwedischen Provinz Småland. Sie ist Hauptort der Provinz Jönköpings län und der Gemeinde Jönköping. Jönköping ist auch eine alte Industriestadt und war für seine Zündholzindustrie (Schwedenhölzer, säkerhetständstickor) international bekannt. Das weltführende Unternehmen Svenska Tändsticks AB (STAB), heute Swedish Match, war bis zum Jahre 1970 hier ansässig.

Jönköping (9.7.16)

Um 8 Uhr starteten wir und legten unsere 1.Pause beim  Brahehus an der Autobahn E4 ein.
Dort hatten wir auch bei unserer Reise nach St. Petersburg Halt gemacht. Von hier oben hat man eine sehr schöne Aussicht über den Vätternsee.

Der Vättern oder Vätternsee ist der zweit größte See Schwedens. Mit einer Länge von 130km, einer Breite von 30km bildet er eine Wasserfläche von rund 1912km2. Seine Tiefe liegt zwischen 40 und 130m. Das Wasser ist sehr sauber und eine Sicht bis in 10m Tiefe ist nicht selten. Bekannt ist er vorallem für den Vätterlachs. Zahlreiche Stell- und Campingplätze eignen sich gut für einen Urlaub am Vätternsee.


 Weiter ging es nach Stockholm, wo uns eine nette Reiseführerin erwartete und uns die nach ihrer Meinung wichtigen Gebäude zeigte : das Schloss, den Hafen und die Gamla Stan (Altstadt).
Auch das hatten wir in ähnlicher Weise bei der St. Petersburgfahrt gesehen, damals allerdings auf eigene Faust. Heute erfuhren wir nun noch einige Details und fuhren mit dem Bus in ein hoch gelegenes Stadtviertel.

 Auf unserem Mittags-halt sehen wir interessante Müllbehälter.

Das Schloss mit der Königskapelle, wo vor 2 Wochen Nachwuchs der schwedischen Königsfamilie getauft wurde.

Man beachte : hier hat ein "Reserverad" einen eigenen Platz  ;-)





Unsere Guide erläutert uns die Sehenswürdigkeiten der Altstadt, unter anderem auch den etwas versteckt liegenden Eisenjungen.

Järnpojke ("Eisenjunge"):
Stockholms kleinste Skulptur
ist ein populärer Glücksbringer

Im Hinterhof der Finnischen Kirche in Gamla Stan findet man Stockholms kleinste Skulptur. Sie ist nur 15 cm hoch.
Die Skulptur des schwedischen Künstlers Liss Eriksson (1919 — 2000) heißt eigentlich "Kleiner Junge, der auf den Mond sieht", wird aber meist nur "Järnpojke" genannt ("Eisenjunge").

Am Slottsbacken

Die Finnische Kirche liegt am Slottsbacken, also in unmittelbarer Nähe vom Königlichen Schloss und von der Storkyrkan. Der Järnpojke steht seit 1967 hier. Die Skulptur wird täglich von unzähligen Touristen besucht.

Jeden Tag ein wenig anders

Die Skulptur soll nämlich Glück bringen, wenn man dem Jungen den Kopf streichelt oder wenn man dem Jungen opfert. Beides wird fleißig getan, wie man sieht. Der Kopf ist ganz blank geputzt von allen liebevollen Händen.

Pünktlich zum Wachwechsel finden wir uns wieder am königlichen Schloss ein.

Norbert,Helga und Anja
Vorbei am Wasa Museum fuhren wir in ein Restaurant, schon um 17 Uhr, damit wir am Abend um 19:10 Die Fähre nach Turku/Finnland erreichten. Gleichzeitig mit uns war ein weiterer trendtours Bus dort, so dass es am Buffet zu Wartezeiten kam. Das Essen aber war schmackhaft - Lachs, Kartoffeln,Kartoffelsalat und Gemüse. Dazu Brot.

Entfernungen:        Jönköping-Stockholm        355 km   Bus
            Stockholm-Turku          324 km   Fähre M/S Galaxy
               
Strecke:    Jönköping – E4 – Brahehaus am Vättern See – Stockholm mit Stadtrundfahrt – Fähre nach Turku

Hotel:    Übernachtung auf M/S Galaxy


Das Schiff ist vom gleichen Typ wie unser Schiff auf der Reise nach St. Petersburg, allerdings fuhren wir damals mit der Tallink Amorella, die haben wir diesmal auf unserer Stadtrundfahrt ankommen sehen.
Der Unterschied lag im Einschiffen - diesmal war der Weg aufs Schiff, vermutlich durch Umbauarbeiten, sehr lang und das Warten war ungemütlich, weil der Warteraum nicht klimatisiert war.  Das Schiff selber war nicht sehr voll und so hatte ich auch die von mir gebuchte Kabine alleine. Auf der St.Petersburgreise erfuhren wir, dass man damals einfach 2 Einzelreisende in eine Kabine gesteckt hatte - unmöglich, denn der Einzelzimmerzuschlag beträgt ja nicht wenig !
3. Fähre:    Stockholm – Långnäs ─ Turku
    Tallink Silja Line:    M/S Galaxy
    Fahrplan:        ab Stockholm 19:30 Uhr,  an Långnäs 2:50 Uhr,  an Turku 7:00 Uhr
                {für zollfreien Einkauf 5 Min Zwischenhalt in Långnäs}
    Reisedauer:     11 Std 30 Min  für 324 km
    2005-2006 gebaut, Aker Finnyards Rauna Finland, Baunummer 435
    Länge 212,10 m,  Breite 29,00 m,  Tiefgang 6,40 m,  BRZ 48.915
    max. 22 kn
    max.  2.800 Paxe in 795 Kabinen
    0 m Gleis, kein Zug
    1.130 m Autospur für Lkw und Pkw

Da es ja schon fast Mittsommer ist, können wir bis weit in die Nacht hinein bei ruhigem Seegang draussen sitzen , die Fahrt durch die Schären geniessen und uns unterhalten.
Diesmal habe ich auch als Einzelreisende ein Kabine für mich alleine. Bei der Reise nach St. Petersburg erzählte damals eine Mitreisende, dass sie sich trotz Einzelzimmerzuschlag die Kabine mit einer fremden Person teilen musste - das geht doch gar nicht! 




 Die Kabinen sind Innenkabinen und das *Fenster* ist ein Spiegel.
Die Stadtbesichtigung hat mir noch Neues gezeigt, so dass dieser Tag lohnenswert war.
Nun bin ich gespannt, was mir Helsinki bieten wird.




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