Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Samstag, 13. August 2016

Nordkap Reise - die letzten beiden Tage, Elchgehege



 Dienstag, 7. Juni 2016, Borlänge – Wadköping – Örebro – Lund

 Wir frühstücken um 6:30 Uhr und fahren um 7:25 Uhr ab. Der Bus war nicht weit vom Hotel geparkt, der Weg dahin ist kurz und problemlos, da wir ja nur Handgepäck dabei haben.
Die Sonne scheint schon, es wird angenehm warm werden.

Unser 1. Halt ist um 9:40 Uhr in Örebro. https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96rebro

Diese Stadt bietet uns gleich 2 Besichtigungen: zuerst besuchen wir das Freiluftmuseum Wadköping und anschließend sehr kurz das Schloss in der Innenstadt.


Das Freigelände wird dominiert von den rot gestrichenen Holzhäusern. Der Eintritt ist frei und in manchen Häusern leben auch Menschen. oft Kunsthandwerker, deren Produkte man auch kaufen kann.
















 Eine Kindergartenfruppe - mir war schon aufgefallen, dass die Kinder immer Warnwesten tragen - eine gute Idee, denn so erkennt man schon von weitem, dass hier eine Gruppe kommt.



 Alle Gebäude sind in top Zustand, aber immer noch original.










Überall waren Schüler und Lehrer unterwegs, es ist kurz vor den Sommerferien, gestern war Nationalfeiertag (haben wir nichts von bemerkt, da immer überall geflaggt war!) und wie bei uns auch, gibt es kurz vor den Zeugnissen einen Sporttag. Ich fragte ein paar jüngere Mädchen (ca 12 Jahre alt), aber das Gespräch war etwas schwierig, da ihre Englischkennisse noch nicht so groß waren.


Örebro  ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde. Örebro liegt am Fluss Svartån, der kurz darauf in den Hjälmaren, Schwedens viertgrößten See, mündet.
Örebro liegt etwa 200 Kilometer westlich von Stockholm, 300 Kilometer östlich von Oslo und 300 Kilometer nordöstlich von Göteborg.
Örebro scheint einer dieser eher unbekannten Ziele zu sein. Zum einen zu klein für eine bekannte Stadt, denn Örebro ist „nur“ die siebtgrößte Stadt Schwedens. Zum anderen wiederum zu groß um einen, für Touristen heimeligen Charakter zu besitzen. Örebro besitzt rund um den historischen Stadtkern eine Menge Industrie, die einem beim Vorbeifahren in Richtung Norden oder Stockholm auffallen.

Örebro hat seit jeher eine zentrale Rolle im Handel zwischen Nord und Süd und zwischen Ost und West gespielt. Im Mittelalter trafen sich an dem Punkt wo heute die Stadt steht, einige wichtige Handelswege. Aus einer Befestigungsanlage die, die Furt über den Svartån sichern sollte, wurde im Laufe der Zeit eine Ansiedlung. Als Knotenpunkt für den Handel mit Eisenerz aus den nördlich gelegenen Bergwerken, erreichte Örebro schnell eine wichtige Rolle im Königreich. Die Stellung im Reich lässt sich an den fünfzehn Reichstagen ermessen, die in der Stadt abgehalten wurden.
 Aus der Befestigungsanlage, die auf einer zentralen Position mitten im Fluss erbaut wurde, entstand das Schloss, das auch heute noch Mittelpunkt der Stadt ist.

Wir fahren wieder in die Innenstadt und können uns bei einem Kurzstopp das wunderbare Schloss ansehen.









Harald erklärte mir, dass diese beiden alten Kanonen etwas ganz Besonderes sind. Bofors von 1888.
Leider können wir das Schloss nur von außen und im Eiltempo sehen.
Ich lese aber noch, dass hier mit Zustimmung Napoleons  der schwedische Reichstag Jean-BaptisteBernadotte, einen französischen General 1810 zum Kronprinzen von Schweden wählte , den der kinderlose letzte König aus dem Hause Holstein-Gottorp, Karl XIII., adoptieren mußte. Nach dessen Ableben im Jahr 1818 wurde Bernadotte als Karl XIV. Johann zum König von Schweden gekrönt und seine Nachfahren regieren bis heute.
wikipedia 12.8.2016



 Ich glaube, dass dies sein Denkmal ist, das wir aber nur aus dem Bus heraus gesehen haben.

Weiter geht unsere Fahrt in Richtung Süden zum Vätternsee, bei dem wir auch auf der Hinreise schon einen kurzen Halt hatten. Dieses Mal fahren wir auch wieder über den Götakanal ohne anzuhalten und legen eine Pause außerhalb von Gränna ein.
Gränna ist einer der Hauptorte an denen eine typische schwedische Leckerei hergestellt wir. Wir parken vor einer kleinen Manufaktur mit Laden und können uns sowohl die Produktion ansehen, aber auch etwas kaufen. Ich entscheide mich nach einem Test für eine Sorte mit "Peppar". Wie der Name verrät, leicht scharf,aber lecker.
















Um 14:10 Uhr fahren wir weiter und haben zum 1. Mal auf der Autobahn einen leichten Stau.
Um 15:30 Uhr erreichen wir unser Hauptziel des Tages - den Elchpark Laganland. 


Der Elchpark liegt direkt an der E4, 10 km nördlich von Ljungby (Småland-Südschweden). Abfahrt 81 von der E4 LAGANLAND. (Deutliche Hinweisschilder an der E4).
Der Eingang zum Elchpark befindet sich direkt im SWEDEN SHOP & Touristbüro Laganland. http://www.elchpark.eu/swedenshop.html

Das Hauptziel scheint der Verkauf von Produkten im angeschlossenen Laden zu sein, aber nachdem wir 2mal Elche in der Freiheit gesehen haben, können wir nun sehr nahe an sie im Freigelände herankommen, sie mit bereitgelegten Ästen füttern und bei der Fütterung ausgiebig aus der Nähe fotografieren.









 Wenn man direkt vor den Elchen steht, sind sie schon beeindruckend, aber so eingesperrt in einem relativ kleinen Gehege ist es eben nicht natürlich, sondern Touristenshow.
 






 Bevor man zurück in den Laden geht, kann man noch eine Ausstellung über den Elch ansehen.
Ich finde ein rosa T-Shirt für meine Enkelin und ein Mobile mit Rentieren, das nun vor meinem Fenster im Arbeitszimmer hängt, dazu noch einen von der Form her ungewöhnlichen Elchsticker.

   


In einem anderen Souvenirshop hatte ich eine Mütze mit Elchen aufprobiert, kam mir dann aber doch etwas albern vor. ;-)

Unsere Fahrt geht weiter nach Lund  https://de.wikipedia.org/wiki/Lund.
Aus dem Bus heraus sehen wir schon von weitem ein interessantes Hochhaus mit einer verspiegelten bunten Fassade.
Es stellt sich heraus, dass es unser Hotel ist.



Auch von innen ist es sehr modern, aber auch geschmackvoll eingerichtet. Nur nimmt der Mann an der Bar leider keine Euros.


Abendessen gibt es in Bedienung an liebevoll dekorierten Tischen: Snack, Dillkartoffeln, längliche gedünste Möhrchen, Schweinebraten und Kuchen mit Sahne.

 

In der Lobby sitzen wir noch etwas zusammen und lassen die Reise Revue passieren.
Morgen werden wir wieder zu Hause sein und Sarah meint, es wird nicht spät.

Entfernungen:        Borlänge – Örebro - Lund    598 km   Bus   
            
Strecke:                 Borlänge – 50 - Örebro – Vättern – Gränna – Jönköping – E4 – Lund

Hotel:                    Elite Hotel Ideon

Mittwoch, 8. Juni 2016, Lund – Øresund – Fehmarn – Cloppenburg- Osnabrück

Wir laden unsere Koffer um 6 Uhr ein, diesmal geht es nach Reiseziel,so dass beim Aussteigen nicht lange gesucht werden muss; frühstücken danach und starten zur letzten Etappe um 6:45 Uhr.

Ein einziges Highlight wartet noch auf uns - die Öresundbrücke. Sie wurde 2001 dem Verkehr übergeben und verkürzt die Reisezeit erheblich.
Bekannt ist sie mir durch die Fernsehserie "Die Brücke",
http://www.zdf.de/die-bruecke/die-bruecke-6069150.html
eine Krimiserie, in der die Kommissare in Dänemark und Schweden zusammenarbeiten und immer wieder über die Brücke in das jeweils andere Land fahren.
 https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96resundbr%C3%BCcke

Leider können sie wir sie nur aus dem Bus heraus sehen und fotografieren. Wieder einmal reicht die Zeit nicht aus, um an einer Stelle zu halten, von der wir aus einen besseren Blick gehabt hätten - Schade ! 



Wir erreichen pünktlich die Fähre, diesmal mit einem IC drauf, mit dem unsere Reiseleiterin, ihre Schwester und auch unser ältester Mitfahrer Herr K. weiterreisen werden.
Vorher wurde im Bus gesammelt, wie das so üblich ist, aber Anja und ich haben nur eine Kleinigkeit gegeben, weil wir von Sigrids Leistung und Auftreten überhaupt nicht angetan waren.
Bei der anschließenden Sammlung für die Busfahrer haben wir gar nichts gegeben, weil es für beide zusammen sein sollte und der "Waldschrat" unserer Meinung nach absolut gar nichts verdient hatte. Stattdessen haben wir für Sarah einen extra Umschlag gemacht und ihr den beim Ausstieg gegeben.










Bei der Ankunft können wir die Ausfahrt des Zuges noch beobachten, fahren dann aber ohne langes Warten auch auf die Autobahn, nachdem Sarah noch getankt hatte.

Sie hört von einem Stau bei Bremen, wir umfahren ihn, laden in Cloppenburg die erste große Gruppe der Mitfahrer aus. Ihre Transferautos warten schon, das klappt alles bestens.
Ich rufe zu Hause an und werde dann auch pünktlich wie vorhergesagt um 16:45 Uhr von meinem Mann an der Autobahn abgeholt.
Das Verabschieden  von den verbleibenden Teilnehmern geht relativ schnell, das Ausladen des Gepäcks auch, der Transferbus für die anderen wartet auch schon und so bin ich nach einer sehr interessanten Reise  um kurz vor 18 Uhr bei wunderbarem Wetter wieder zu Hause.



6. Fähre:    Rødby ─ Puttgarden
    Scandlines:     M/S Deutschland
    Fahrplan:        ab Rødby 9:45 Uhr,  an Puttgarden 10:30 Uhr
    Reisedauer:    45 Min  für  21 km
     1997 gebaut, Van der Giessen-de Noord Holland, Baunummer 970
    Länge 142,00 m,  Breite 24,80 m,  Tiefgang 5,80 m,  BRZ 15.187
    max. 20 kn ,   max. 1040 Paxe,   Crew  53
    118 m Gleis für einen kompletten Intercity-Zug
    2.372 m Autospur für max. 40 Lkw und max. 110 Pkw


Strecke:    Lund – E20 – Malmö – Øeresundbrücke – E55, E47 – Rødby – Fähre nach Puttgarden – Vogelfluglinie – A1 – Hamburg – Bremen – Umleitung um Stau – A1 – Osnabrück

Entfernungen:        Lund -  Rødby            217 km   Bus   
                              Rødby - Puttgarden          21 km
                              Fähre  M/S Deutschland
                             Puttgarden - OS           375 km   Bus








Fazit:   Dies war meine erste Reise mit trendtours und sie hielt, was versprochen wurde.
            Die Reisegruppe war besonders nett, niemand fiel aus der Rolle, alle waren immer
            freundlich  und pünktlich.Auch dass meine Bruder und seine Frau dabei waren, war nett, so
            hatte man immer Gesprächspartner, auch wenn mein Bruder einmal meinte, er wäre wie ein
            Sandwich - eingeklemmt zwischen zwei quasselnden Frauen.

            Mit dem Bus und der Fahrerin Sarah hatten wir sehr viel Glück. Wir haben sehr viel gesehen,
            fast immer schönes Wetter gehabt und auch Unterbringung und Essen waren in Ordnung oder
            besser.

            Dass wir sehr lange Busfahren würden, war an der Strecke im voraus zu erkennen, etwas
            bequemer wäre es vielleicht, wenn die Reise 2 Tage länger dauerte und über Oslo zurück
            ginge.
            Ähnlich habe ich mich gegenüber trendtours geäußert und eine postive Rückmeldung
            bekommen. Vielleicht mache ich ja noch einmal eine Reise mit diesem Unternehmen - wer
            weiß !

Nachtrag: inzwischen haben wir uns zu 6st bei meinem Bruder getroffen und noch mal alles über die
            Reise ausgetauscht.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für positive Rückmeldungen oder freundlich gemeinte Kritik !