Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Samstag, 22. April 2017

Attendorn und Umgebung

Attendorn hat einige ungewöhnliche Osterbräuche.
Daher lohnt es sich, die Osterzeit einmal dort zu verbringen.

Vorher aber machten wir einen kurzen Abstecher nach Olpe, wo ich diesen Brunnen fand.
Es ist der Wäscherinnenbrunnen,der dort seit 2002 auf der Bleichewiese, In der Steinkuhle/Löherweg  steht und von  Frau Anneliese Schmidt-Schöttler  gestaltet wurde.
https://www.sauerlandkurier.de/kreis-olpe/finnentrop/anneliese-schmidt-schoettler-5795355.html 

Sie war eine in der Gegend sehr bekannte Bildhauerin und Herbergsmutter.
Die Brunnenanlage wurde gestiftet von Frau Hedwig Viedebantt.





Diese Anlage ist in sofern interessant, da es eigentlich nur eine Figur gibt, die mit Wasser verbunden ist, während die anderen die Tätigkeiten des Waschens verdeutlichen, so wie noch in meiner Kindheit in vielen Häusern gewaschen werden musste, weil es keine Waschmaschinen gab.

Ostern in Attendorn

Wir suchen uns die Nachbarschaft vom Stadtteil Ennest aus, da es fußläufig zu erreichen ist.
http://www.ennesterpote.de/osterbrauchtum/
Hier gibt es  eins der ehemaligen 4 Stadttore (Poten) mit Vereinen, die sich seit langer Zeit um das Brauchtum bemühen. Schon vor Ostersonntag wird die riesige Fichte ausgesucht und zum Aufstellplatz gebracht. Dann wird sie hergerichtet ab ca 13 Uhr und ab ca 15:30 Uhr wird sie aufgestellt und sicher im Boden verankert. Leider waren wir etwas zu früh und haben das Aufstellen nicht gesehen, denn wir konnten wegen des schlechten Wetters nicht so lange ausharren.
Aber auch so wurden die Dimensionen deutlich.

Diese Bündel werden zum Schluss unten am Stamm aufgestellt und befestigt und brennen dann sehr lange.

An der Spitze wird das Kreuz angenagelt, dabei konnten wir sehen, dass es voll bestückt war mit Grillanzündern, so dass dem Abbrennen nichts im Wege steht. Der Stamm ist ca. 30m lang.
Warum das Kreuz so gestaltet wird und 3 Seile herunterhängen, konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen.

 Der Stamm selber wird mit eigens dafür angebauten und mit Sensen geerntetem Roggenstroh  ummantelt.

Zum Abschluss wird ein Gruppenfoto gemacht und selbstverständlich ist das Gelände schon abgesperrt.

Von meinem Schlafzimmerfenster aus konnte ich eine Pote und später das Feuer noch lange brennen sehen.


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