Meine Erinnerungen an alle Reisen in mehr als 60 Jahren und Dinge/Erinnerungen, die mir durch den Kopf gehen.
Dazu noch Bilder von meinem absoluten Lieblingstier - dem Elefanten !

Donnerstag, 2. April 2015

Argentinien 11 - Perito Moreno (El Calafate)

Am Morgen des 3.November wurden wir pünktlich abgeholt und zum Flughafen gebracht. Der liegt einfach so im Urwald. Auf dem Hinflug hatte ich von Mitreisenden gehört, dass die Flüge von und nach Iguazu immer problematisch sind. Und genauso kam es:
Es wurden 2 Flüge zusaammengelegt, dadurch wurde unser Umstieg in Buenos Aires kritisch, aber der Flug nach El Calafate war auch verspätet und so klappte es dann doch - kostet nur immer etwas Nerven, denn wir hatten in El Calafate nur einen Tag für den Ausflug zum Gletscher Perito Moreno.

Unser Hotel war sehr rustikal, sehr überheizt und wieder etwas außerhalb. Das Frühstück und das Personal waren ok.
http://www.reallatino-tours.com/hotels

Wir erkundeten den Ort - eher tote Hose, eben der Ausgangspunkt für Touren zu den umliegenden Gletschern, kauften uns Verpflegung und beschlossen den Abend im Hotel, da wir früh abgeholt werden würden.
aus dem Programm Reallatino Tours
Tag 7 Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen gebracht und fliegen über Buenos Aires nach El Calafate, oder anders ausgedrückt, von den Subtropen nach Patagonien, 3.129 km in wenigen Stunden. In El Calafate haben Sie den Transfer ins Hotel und den Rest des Tages frei. Die Kleinstadt hat 22.000 Einwohner und liegt am Lago Argentino. Es gibt einige sehr gute Restaurants, die einen Abendspaziergang zusätzliche Motivationen verleihen können.

Übernachtung und Frühstück in El Calafate
Tag 8 Heute sehen Sie eines der schönsten Fotomotive weltweit. Diese Aussage werden Sie im Verlauf der Ganztagesexkursion zum Gletscher Perito Moreno sicherlich bestätigen. Zunächst fahren Sie 80 km über die patagonische Steppe bis nach Bajo las Sombras. Hier beginnt die Bootsfahrt zur 74 Meter hohen und 5 km breiten Gletscherwand. Anschließend fahren Sie zu den Panorama Aussichtsplattformen, wo Sie sich ein ungefähres Ausmaß von der tatsächlichen Größe des 30 km langen Gletsches machen können. Dieser unbeschreibliche Anblick ist allein die Argentinien Rundreise wert.

Das klappte auch und bei sehr schönem Wetter sammelten wir an 5 anderen Unterkünften weitere 13 Personen ein und fuhren mit dem Kleinbus zum Gletscher Perito Moreno.

Unterwegs hielten wir an der Strasse, weil ein junger Kondor sich an den Überresten eines verendeten Tieres gütlich tat. Für einen wirklich guten Schnappschuss reicht meine Kamera nicht, aber ich bin zufrieden.
Rechts und links der Strasse sah man, dass wir relativ weit südlich und schon in Patagonien sind und die Vegetation  spärlicher wird. Auf den Weiden stehen eher Schafe und vereinzelt Pferde. Für Rinder reicht das Futter hier nicht mehr.
Am nächsten Stopp musste zuerst der Eintritt in den Nationalpark bezahlt werden, danach hatten wir einen Halt für den ersten Ausblick auf den Gletscher.



 Der Ausblick erinnerte mich an die Gletscher in Island, aber der Perito Moreno ist viel größer und hat noch eine Besonderheit: er ist welt weit der einzige Gletscher, der nicht kleiner wird, sondern seine Größe behält.
In unregelmässigen Abständen wird die Eisschicht so groß, dass sie den Abfluss zum Brazo Rico versperrt und schließlich abbricht.
Im Moment ist der Abfluss aber frei.
Perito-Moreno-Gletscher

Unser nächster Stopp war die Schiffsanlegestelle für die Rundfahrt auf dem Lago Argentino. Dabei fährt das Schiff so nah es geht and die Gletscherwand heran und man kann schon hier die verschiedenen Farben des Eises bestaunen.







Nach einer Stunde ging es weiter zum eigentlichen Gletscher.
Dort gibt es sehr gut ausgebaute Wege und man kann entweder alle ablaufen oder sich einen kürzeren Rundweg aussuchen.
Wir liefen einen mittleren Weg.
Die Sicht auf den Gletscher war fantastisch, das Wetter kühl aber sonnig und so genossen wir jede Minute unseres Weges,
Immer wieder hörte man dabei ein Knacken wie ein Feuerwerk oder einen Gewehrknall. Das war das sich ankündende Brechen eines Teils der Kante. Leider konnte man nie sehen, wo es genau geschehen würde und so blieb mir für ein Foto immer nur die Gischt im Wasser, wo das Bruchstück hineingefallen war.


 Die verschiedenen Veranstalter bieten auch Touren auf den Gletscher und wir konnten eine Gruppe hoch oben erkennen. Auch in unserem Hotel wurden Touristen für Gletschertouren abgeholt.






 Dies ist der Durchbruch zum See, der immer wieder vom Eis verstopft wird und sich dann mit großem Getöse den Weg freibricht. Das hatte ich einmal in einem Fernsehbericht gesehen und immer schon gedacht, dass ich das auch mal in natura betrachten möchte. Da man aber kaum eine Vorhersage machen kann, wann es wieder so weit ist, muss man es so nehmen wie man es vorfindet.
Abbruch 2008

Den Rest des Tages verbrachten wir im Ort, assen zu Abend (italienisch) und waren mit dem Tag zufrieden.

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