Und weiter ging es zur finnisch-russischen Grenze.
Der Grenzübertritt gestaltete sich dann sehr langwierig.
Unser Busfahrer hatte uns schon vorgewarnt, dass es sehr bürokratisch abläuft. Alle hatten das Visum vorher besorgt, aber der Fahrer musste auch seine sämtlichen Fahrzeugpapiere vorlegen und sein Bus wurde ohne uns erst einmal gründlich gecheckt, natürlich an einem Extraschalter. Einige Mitreisenden dachten, sie könnten alleine schneller die Abfertigung hinter sich bringen, weil es für Einzelreisende einen Schalter gab, an dem es schneller voran ging, aber das gab Ärger. Sie wurden zurückgeschickt und mächtig verwarnt, denn wir wurden als eine Gruppe behandelt, und da darf sich niemand einfach eine Extrawurst braten !Die Grenzer wirkten alle sehr unfreundlich, kamen aber schließlich auch zu uns in den Bus. Jeder wurde von oben bis unten scharf gemustert und das Bild mit dem Pass verglichen, aber alle bestanden diese Sichtung.
Mich erinnerte das sehr an eine Kontrolle auf dem Flughafen Moskau in den 80ern in den Zeiten des noch Kalten Krieges, wo man ja mit Unfreundlichkeit gegenüber Bürgern aus dem Westen rechnen musste.
Aber dann ging es zügig weiter auf gut ausgebauter Strasse mit vielen Gebrauchtwagenhändlern.
Wir erreichen St. Petersburg gegen Abend bei leichten Nieselregen und fahren schon an einigen der sehenswerten Gebäude, Kanäle und Brücken vorbei. Unser Hotel ist das "Ladoga", ein recht altes Gebäude mit dem Charme der alten Sowjetunion.
Wir haben Glück und bekommen eine Art Suite ganz oben mit Balkon und Aussicht auf die Strasse.
http://www.ladogahotel.ru/german/
Im Hotel wurde schon auf uns mit dem Essen gewartet, es war nicht so toll und man merkte dem Personal an, dass sie Feierabend machen wollten. Das Buffet war schon recht übersichtlich, das war dann an den folgenden Tagen besser.
Auf jeden Fall sind wir erst einmal angekommen und freuen uns auf alles, was wir sehen werden !
Nach dem Frühstück beginnen wir den Tag mit der Stadtrundfahrt.Wie bei allen Busreisen üblich, können wir nicht immer aussteigen, aber wir bekommen einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und halten an der Auferstehungs Kathedrale, der Erlöserkirche, der Isaak Kathedrale, dem Marienpalast , dem Schlossplatz und der Wassilijewski Insel mit den Rostrasäulen, die je 30 m hoch sind und für die 4 Hauptflüsse Russlands stehen.
Zur Kathedrale gehört auch ein Kloster.
Zar Alexander III. forderte von dem Architekten Alfred Parland ein Bauwerk „im reinsten russischen Stil des 17. Jahrhunderts“ ab. Dieser „neo-russische“ Stil war damals groß in Mode. Seinen Auftrag meisterte Parland mit Bravour, denn der Betrachter sieht sich nicht zufällig auf den Moskauer Roten Platz mit seiner berühmten Basilius-Kathedrale versetzt
Die Kirche entstand zwischen 1883 und 1907 an der Stelle, wo Alexander II. 1881 von Attentätern tödlich verletzt wurde. Daher rührt auch der zweite Name „Erlöser auf dem Blute“.
Die Isaak Kathedrale
Sie hat eine Grundfläche von über 4.000 Quadratmeter, ist viereckig, mit 4 Portiken mit je 8 roten Granitsäulen, die jede 114 Tonnen wiegt. Tausende Baumstämme wurden in den Sumpf getrieben um das Gesamtgewicht der Kathedrale (300.000 Tonnen) zu tragen.
Sie wurde von Auguste de Montferrand unter Zar Nikolaus I. geschaffen. Sie ist eine der größten Kathedralen der Welt mit der 4.größten Kuppel. (101,5 m hoch) Die Bauzeit betrug 40 Jahre (1818-1858).
Davor steht ein ebenfalls von Montferrand geschaffenes, 6 Meter hohes Denkmal. Es stellt Zar Nikolaus I. in Gardeuniform zu Pferde dar.
Bemerkenswert ist, dass das Reiterstandbild auf Grund ausgewogener Konstruktion auf nur 2 Stützpunkten (den Hinterbeinen des Pferdes) steht.
Bemerkenswert ist, dass das Reiterstandbild auf Grund ausgewogener Konstruktion auf nur 2 Stützpunkten (den Hinterbeinen des Pferdes) steht.
Im Hintergrund ist das Winterpalais zu sehen. Es wird gerade von außen renoviert. Rechts kann man die Alexandersäule erkennen.




















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