Samstag, 4. Juni 2016, Gildetun – Narvik – Henningsvaer – Leknes
Nach dem Frühstück um 6:45 Uhr fahren wir bei leichtem Schneeregen um 7:30 Uhr ab in Richtung Narvik.Die erste Pause machen wir um 9:50 Uhr und müssen sie ausdehnen bis 10:45 Uhr, da es nur eine Toilette gibt und schon ein Bus vor uns ist. Pech gehabt, dafür wird es aber langsam heller und freundlicher. Wir fahren weiter an Bardufoss vorbei https://de.wikipedia.org/wiki/Bardufoss
Einer der wenigen Sandstrände.
und machen unsere Mittagspause von 13:10 bis 14:15 Uhr hoch oben bei Gratangsbotn am Gratangsfjord, einem Nebenarm des Astafjords. Wir sind rund 30 km Luftlinie nördlich von Narvik. Hier am Gratangsbotn fanden im 2.Weltkrieg heftige Gefechte beim Kampf um Narvik statt.
Daran erinnert ein Kriegsdenkmal und man hat eine wunderbare Aussicht über den Fjord. Hinten liegt ein großes Gebäude, das wohl ein Ferienheim o.ä. ist.
Die Landschaft verändert sich, es gibt wieder mehr Bäume, Wasserfälle, hohe schroffe Berge und kleine Pflanzen,z.B. Wollgras.
Ein netter Mitfahrer "erwischte" mich beim Fotografieren dieses Steinmännchens.
Weiter geht es über die König Olaf Brücke in Richtung Lofoten.
Immer wieder beeindrucken das klare,mal blaue,mal grün schimmernde Wasser und die Wolkenformationen vor den noch immer schneebedeckten Berggipfeln.
Wir halten nach der Raftsundbrücke (Der Raftsund ist die Wasserstraße zwischen Lofoten (https://de.wikipedia.org/wiki/Lofoten )und Vesterålen.)eine sehr beeindruckende Brücke, die 711m lang und geschwungen ist, auf einem Parkplatz auf der Insel Austvågøya bei Svolvær und steigen den Berg hinauf, von wo man einen sehr guten Blick zur Halbinsel Sildpoll im Sildpollsindet mit der Sildpollnes Kapelle hat.Die weiße Holzkirche wurde 1891 als ein Bethaus gebaut und 1961 wurde sie hochgestuft zur Kapelle.
Die Lofoten beeindrucken mich mit ihrer vielfältigen Landschaft. Und wir sehen plötzlich 2 Elche vorbeihuschen - viel zu schnell für ein Foto, aber immerhin lässt es hoffen, dass wir noch außerhalb des auf unserem Programm stehenden Elchgeheges freilaufende Tiere sehen werden.
Als nächstes ist ein Halt an der Lofotenkathedrale https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%A5gan-Kirche vorgesehen.
Sarah empfiehlt uns, da wir noch ausreichend Zeit haben, nicht hineinzugehen, sondern gemeinsam zum Fischerdorf Henningsvær weiterzufahren.https://de.wikipedia.org/wiki/Henningsv%C3%A6r
Wir erreichen das Dorf über zwei schmale Brücken. Das Dorf liegt auf zwei flachen, miteinander verbundenen Inseln. Es hat 427 Einwohner und im Hafen liegen circa 50 Boote, zumeist Fischerboote. Der Ort ist charmant und sehenswert, aber er ist schon längst kein reines Fischerdorf mehr, mindestens ebenso wichtig ist hier der Tourismus. Wir haben eine Stunde Zeit, um uns im Ort umzusehen und Andenken zu kaufen. Leider sehen wir die hier hergestellten Trockenfische nur auf Fotos und beim Wegfahren ein Gestell mit Fischköpfen.
Ich habe Trockenfisch aber ja schon auf Island genau ansehen können.
Auf meinem Rundgang sehe ich viel Kunsthandwerk,typische Häuser und lasse mich von Norbert als Fischer fotografieren. Dabei werden wir von einer Gruppe stark alkoholisierter junger Männer gestört. Sie feiern offentsichtlich einen Junggesellenabschied. Einer der Jungs springt urplötzlich splitterfasernackt ins Wassser und klettert dann unter dem Beifall und Gelächter seiner Kumpels wieder heraus.
Es ist überall ziemlich leer, die Saison hat noch nicht richtig begonnen.
Viele der Häuser sind im typischen Schweden Rot angestrichen. Das haben wir auch unterwegs oft gesehen. Dieses Rot heißt auch Falun und das aus dem Abraum des Kupferbergbaues in Falun gewonnene Pigment
Falunrot wurde ab dem 16. Jahrhundert als Außenanstrich beliebt, da es
den in Schweden vorherrschenden Holzhäusern eine Farbe gab, die an die
Backsteinbauten wohlhabender Mitteleuropäer erinnerte. Ich finde es einfach nur schön und wenn man es sieht, denkt man gleich an Skandinavien.
Pünktlich fahren wir weiter, es wird auch spürbar kühler, am Wikingermuseum vorbei, das mich interessiert hätte,
und erreichen gegen 21 Uhr den Ort Leknes und unser Hotel Best Western Lofoten Hotel.
Sehr schnell werden wir zum Abendessen gebeten, es gibt wieder Lachs, diesmal auf Tellerservice,nicht am Buffet und kurz danach gehen wir auch schon zu Bett, denn wir haben heute wirklich viel gesehen.
Der Abstecher zu den Lofoten lohnt sich auf jeden Fall !
Entfernungen: Gildetun - Laknes 632 km Bus
Strecke: Gildetun – E6 – Narvik – E10 – König Olaf Straße – Lofoten – Henningsvær – Leknes
Hotel: Best Western Lofoten Hotel




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