Ich entscheide mich für die Eremitage und Debu fährt zur Festung. Eigentlich sind beide Orte für die Geschichte St. Petersburgs bedeutsam und man sollte sie auch beide sehen.
In unserer letzten Freizeit kehren wir daher auch noch einmal zur Festung zurück und ich kann sie wenigstens von außen sehen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eremitage_%28Sankt_Petersburg%29
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| Das Haupttor |
Gegenüber liegt das Generalstabsgebäude.
Trotz der frühen Stunde ist der Platz schon sehr belebt und natürlich wird einem unserer Mitreisenden trotz vorheriger Warnung irgendwann im Trubel des Anstehens vor dem Eingang, sein Bargeld aus der Brusttasche des Hemdes gestohlen. Glücklicherweise hatte er nicht viel dabei, aber ärgerlich war es trotzdem.
Überall warteten die Verkäufer mit Postkarten, Reiseführern und Andenken, die ihre Waren sofort in der Sprache des Touristen anpriesen und verkaufen wollten. Bei den Preisen hatten sie sich wohl abgesprochen, denn es kostete überall gleich viel.
Wir hatten eine sehr kundige und fast akzentfrei sprechende Führerin, die uns an der Ticketschlange vorbeiführte. Danach war es dann eher ein Dauerlauf, aber kein entspanntes Betrachten. Es war rappelvoll überall und sie wollte uns natürlich die bedeutendsten Kunstwerke und Gebäudeteile zeigen. So "rannten" wir ca. 3,5 Stunden durch den riesigen Komplex.
Will man alles sehen, braucht man nach ihrer Auskunft mindesten 365 Tage und jeden dieser Tage mindestens 12 Stunden, so riesig ist die Sammlung aller Kunstschätze.
Die Raffael-Loggien (1783-1792, Architekt Giacomo Quarenghi) sind eine genaue Kopie der Galerie im Palast des Papstes im Vatikan, die zu Beginn des 16. Jahrhunderts nach dem Entwurf Bramantes errichtet und von Schülern des großen Raffael nach dessen Zeichnungen und unter dessen Anleitung ausgemalt wurde. Die direkt im Vatikan auf Leinwand kopierten Fresken wurden nach St. Petersburg gebracht und auf die Wände und Gewölbe appliziert. Das Gewölbe der "Raffael.Loggien“ schmücken 52 Malereien zu verschiedenen Sujets des Alten und des Neuen Testaments. Der Zyklus beginnt mit der Erschaffung der Welt und wird mit dem Heiligen Abendmahl abgeschlossen.
Madonna Litta von Giovanni Antonio Boltraffio, ca. 1490-1495
Die Fülle der Räume, ihre unterschiedlichen Stile und die Pracht wirken erschlagend, aber auch beeindruckend. Wieder denke ich, dass es kein Wunder ist, dass die russische Revolution hier in St. Petersburg begann. Was müssen die einfachen Menschen über dieses Anhäufen und Verschwenden gedacht haben, wo sie selber oft im Elend leben und sterben mussten.
Vor der Alexandersäule treffen unsere beiden Gruppen wieder zusammen und wir fahren nach Peterhof.
Vorher aber noch einige Bilder der Peter - Paul - Festung.
Die Keimzelle der Stadt St. Petersburg liegt auf einer kleinen Insel im Newa-Delta. Dort legte Peter der Große am 1703 die Peter-Paul-Festung an. Am 16. Mai 1703 soll der erste Spatenstich erfolgt sein, im Herbst desselben Jahres arbeiteten ca. 20 000 Männer an der Errichtung des Bollwerks. 1706 wurden die Erdwälle durch eine dicke Steinummauerung in der Form eines unregelmäßigen Sechsecks ersetzt.
Wer mit einer Münze einen der Holzpfosten trifft, hat in der nächsten Zeit viel Glück !
Vorbei am Moskau Triumphbogen * woran erinnert mich der bloss ? ;-) * und Strelna, dem Sommersitz von Präsident Putin im Konstantinspalast.
Strelna liegt etwa 20 km südwestlich von St. Petersburg. Hier steht der riesige Komplex des in moderner "alter" Pracht wiedererstandenen Konstantinpalastes, die ausgedehnten Parkanlagen von einer hohen schmiedeeisernen Einzäunung umschlossen.
Dieser Palast war bereits von Peter dem Großen konzipiert und die Baupläne dazu 1717 von dem Architekten Le Blond entworfen worden. Der Bau zog sich dann jedoch über fast ein Jahrhundert hin und wurde erst 1800 unter Paul I. vollendet. Dieser Zar schenkte den Palast seinem Sohn, dem Großfürsten Konstantin Pavlovich. Nach der Oktoberrevolution diente das Gebäude zunächst als Schule, unter anderem für Tanz und Körperkultur; im Park wurden Kartoffeln angepflanzt. 1941 benutzte die Deutsche Wehrmacht den Palast als Beobachtungsstation, später litt er stark unter den Einwirkungen des Krieges. Notdürftig restauriert beherbergte er ab 1948 die "Arktische Marine-Trainings-Schule", bis 1986 ein Feuer große Teile des Gebäudes zerstörte, das von da an weitgehend leer stand. Im Dezember 2001 begannen dann die umfangreichen Restaurierungsarbeiten in Tag- und Nachtschichten, um pünktlich zur 300-Jahr-Feier St. Petersburgs im Sommer 2003 als "Nationaler Kongress-Palast" fertiggestellt zu sein. Die Millionen Dollar Baukosten wurden weitgehend von den großen russischen Wirtschaftsverbänden gespendet.
Dieser Palast war bereits von Peter dem Großen konzipiert und die Baupläne dazu 1717 von dem Architekten Le Blond entworfen worden. Der Bau zog sich dann jedoch über fast ein Jahrhundert hin und wurde erst 1800 unter Paul I. vollendet. Dieser Zar schenkte den Palast seinem Sohn, dem Großfürsten Konstantin Pavlovich. Nach der Oktoberrevolution diente das Gebäude zunächst als Schule, unter anderem für Tanz und Körperkultur; im Park wurden Kartoffeln angepflanzt. 1941 benutzte die Deutsche Wehrmacht den Palast als Beobachtungsstation, später litt er stark unter den Einwirkungen des Krieges. Notdürftig restauriert beherbergte er ab 1948 die "Arktische Marine-Trainings-Schule", bis 1986 ein Feuer große Teile des Gebäudes zerstörte, das von da an weitgehend leer stand. Im Dezember 2001 begannen dann die umfangreichen Restaurierungsarbeiten in Tag- und Nachtschichten, um pünktlich zur 300-Jahr-Feier St. Petersburgs im Sommer 2003 als "Nationaler Kongress-Palast" fertiggestellt zu sein. Die Millionen Dollar Baukosten wurden weitgehend von den großen russischen Wirtschaftsverbänden gespendet.
Bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir Peterhof.
Peterhof (russ. Петергоф Petergof) ist eine russische Palastanlage am Finnischen Meerbusen in der gleichnamigen Stadt, 30 Kilometer westlich von Sankt Petersburg. Das ursprünglich von Peter I. errichtete und von seinen Nachfolgern ausgebaute Gelände gilt als „russisches Versailles“ und ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO.
Peterhof (russ. Петергоф Petergof) ist eine russische Palastanlage am Finnischen Meerbusen in der gleichnamigen Stadt, 30 Kilometer westlich von Sankt Petersburg. Das ursprünglich von Peter I. errichtete und von seinen Nachfolgern ausgebaute Gelände gilt als „russisches Versailles“ und ist seit 1990 Weltkulturerbe der UNESCO.
Kurz nach der Gründung seiner neuen Hauptstadt Sankt Petersburg ließ sich Peter I. hier an der Südküste des Finnischen Meerbusens ein kleines Landhaus bauen, in dem er auf dem Weg von oder zur Festung Kronstadt oftmals eine Rast einlegte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Peterhof
Unsere Führerin hielt immer eine gelbe Papierblume hoch, damit wir sie bei den vielen Gruppen immer wiederfanden. Es war wirklich voll und auch die üblichen Stände mit Andenken waren reichlich vertreten.
Das Besondere an Peterhof sind die vielen Brunnen/Kaskaden und die sehr gepflegte Gartenanlage.
Die gesamte Gartenanlage ist geprägt von den originellen Wasserspielen mit über 150 Fontänen, die über ein ausgeklügeltes unterirdisches Rohrsystem gespeist werden und ausschließlich durch natürliches Gefälle funktionieren.
Hier konnte man Kostüme aus Peters Zeit ausleihen und sich darin fotografieren lassen.

Das erinnerte mich an den Park von Hellbrunn bei
Salzburg/Österreich, in dem es ähnliche Wasserspiele gibt, die
allerdings von einem Guide ausgelöst werden und dadurch noch mehr
Gelächter und Überraschung hervorrufen.




Lustig war, dass die Andenkenverkäufer ganz plötzlich Schirme und Regencapes hervorholten und verkauften. Die fanden reißenden Absatz, denn wer keinen Schirm dabei hatte, wurde klitschnass, denn Unterstellmöglichkeiten waren rar und die Busse noch weit entfernt.Auf der Rückfahrt ins Hotel konnten wir noch einmal viele der Sehenswürdigkeiten und die Newa sehen.
Ein Einkaufszenzentrum
Am Abend konnte man noch eine Ballettaufführung besuchen - es gab Schwanensee von Tschaikowski.
Da es in St. Petersburg nur sehr wenige öffentliche Toiletten gab, hilft man sich mit diesem Bus. Über die Sauberkeit kann ich nichts sagen, da wir nur vorbeifuhren.
Der nächste Morgen bringt dann sehr früh unsere Rückreise.
Alle Fahrgäste stimmten dem Wunsch des Fahrers zu, lieber ohne Frühstück, dafür mit Lunchpaket sehr zeitig aufzubrechen, um dann an der Grenze nicht im Stau zu stehen und dafür mehr Zeit in Helsinki zu haben.

































































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